Alles Bargeld oder was! Was ist gefährdeter: Scheine im Portemonnaie, oder die Daten auf einer Kreditkarte?

Männer haben grundsätzlich das selbe Problem: Wohin mit dem ganzen Zeug wenn ich das Haus verlasse? Der Schlüsselbund in der linken Hosentasche. Das Portemonnaie in der hinteren Hosentasche und auf der anderen Seite das schöne neue Handy mit großem Display, das nicht verkratzt werden darf... Da nützt auch keine Designerjeans mehr, die Optik ist ruiniert. Wie gut, wenn man eine Frau mit Handtasche an seiner Seite hat. „Liebling, darf ich alles in Deine Tasche werfen?“ Ist aus Sicherheitsgründen sicher auch nicht immer der intelligenteste Weg, denn Tasche weg bedeutet dann auch: alles weg. Aber praktisch ist es schon. Schauen wir doch einmal nach Schweden! Unser skandinavischer Nachbar mit rund 10 Mio. Einwohnern kommt schon fast zu 95% komplett bargeldlos aus. Das heißt, hier kann, bzw. muss man überall bargeldlos mit Karten oder Handy bezahlen. Wieso das in Deutschland noch nicht so ist? Nun wir haben rund 83 Mio. Einwohner. Noch dazu hängt der Deutsche sehr an seinem Bargeld, dass kommt noch aus der guten alten Zeit der D-Mark. Aber man kann natürlich auch hier kritisch die Infrastruktur hinterfragen. Wer kennt das nicht, man steht am Automat im Parkhaus und es gibt nur den Münz- oder Scheineinwurf. Wer hat bei solchen Gelegenheiten schon immer passendes Kleingeld dabei? Da kommt dann richtig Freude auf, wenn man für 2,40 Euro einen 20-Euroschein einwerfen muss und dann das Wechselgeld in Münzen ausgezahlt bekommt. Liebe Parkhausbesitzer: Im Jahre 2020 kann es doch nicht sein, dass ihr immer noch nicht umgerüstet habt auf bargeldloses bezahlen?! Aber auch beim Parken an einer Parkuhr ist es oft so, dass man lieber riskiert ein Knöllchen zu bekommen, als die halbe Straße auf und ab zu rennen, um in einem Geschäft Kleingeld zu bekommen. Noch dazu geht die Bereitschaft der Ladenbetreiber in diesem Fall mittlerweile auch gegen Null. Muss doch auch der Einzelhandel für die Münzbargeldversorgung bei den Banken ordentlich pro Geldrolle zahlen. Da übersteigt die Gebühr den Wert der Rolle schnell. Man kann aber auch die Kartenanbieter und damit auch die Banken zu recht kritisieren. Der Einsatz der Karten löst sogleich Buchungsgebühren auf dem Konto aus, die auch immer mehr steigen und bei Kreditkarten zahlt man für den Einsatz ebenfalls eine Gebühr. Besonders teuer schlägt der Einsatz der Kreditkarte im Urlaub zu buche. Neben Transaktionsgebühren fallen hier auch noch Kosten für den Auslandseinsatz an. Liebe Vorstände von Mastercard, Visa, American Express und Dinners Club: Wenn sie wollen, dass man ihre Karten benutzt, dann sollten sie schon Augenmaß bei diesen Kosten behalten. Wenn am Ende die Kosten so hoch sind, dass der Kunde wieder mit Bargeld in den Urlaub fliegt, ist ihre Daseinsberechtigung nun wirklich dahin. Eine Daseinsberechtigung nur aus Imagegründen ist auch schon längs passé, oder wer ist heute noch davon beeindruckt, dass man eine Plastikkarte aus dem Badeanzug ziehen kann- nach dem Motto: “Ich bezahle mit meinem guten Namen”? Da ist das Handy doch schon viel schicker! Mein Vater wollte nie ein Smartphone haben. Bei mir zu Hause hatte ich nur noch ein Festnetzanschluss, weil mein Vater darauf anrief. Als er aber bemerkte, dass die Kommunikation mit den Enkeln nur nochüber WhatsApp ging, war das alles - für mich doch aus erstaunlichen Gründen -  alles kein Thema mehr. Und jetzt mal ehrlich liebe Senioren: Wenn WhatsApp-en geht, geht doch auch OnlineBanking oder bargeldloses Bezahlen, oder? 

Es ist doch wirklich eine Verbesserung, mit dem Handy von zu Hause seine Überweisungen und Daueraufträge zu erledigen. Einfacher geht es nicht. Okay, Hilfe beim Einrichten muss sein – das sehe ich ein. Aber das benutzen ist doch wirklich kinderleicht. Genau wie bei WhatsApp – da geht´s doch auch. Mit Google Pay oder Apple Pay hat man die Möglichkeit seine EC-Karte digital zu hinterlegen und nur durch das Auflegen des Handys an der Kasse zu zahlen. Wie toll ist das denn?! Und wenn man bei Aldi, Rewe und Co. bei der Kassiererin steht, zahlt die bei Bedarf auch noch Bargeld aus – ohne Gebühren! Jetzt kommen natürlich wieder die Miesmacher und geben Ihre Bedenken beim Frühstücksfernsehen oder diversen Verbrauchersendungen zum Besten. Bei so manchem Beitrag dreht sich mir der Magen um, so schlecht ist hier teilweise recherchiert und wollen dem Nutzer sagen: Achtung es droht Gefahr! Natürlich droht Gefahr. Da, wo Geld ist, ist auch immer einer, der dran will. Aber mal auf den Punkt gebracht: Wenn ich mit einem vollen Geldbeutel einkaufen gehe und am Marktstand stehe, oder im Supermarkt in der Schlange, dann gibt es dort auch immer jemand der versucht an meine Geldbörse zu kommen, um sie zu stibitzen. Da dürfen wir uns nichts vormachen. Und das ganze Gerede von Geräten die man nur kurz irgendwo hinhalten muss und schon ist das Konto geknackt, stimmen so auch nicht. Wer nicht bemerkt, dass ihm jemand an seine Hose oder Tasche ein Gerät dran hält, der hätte auch nicht bemerkt, wenn das Portemonnaie entwendet worden wäre. Das ist doch die Wahrheit. Also so kann man zusammenfassen: Wo Geld ist, sind Gauner, die es klauen wollen. Zugegeben, die Tricks werden cleverer, die Methoden ausgefeilter, aber wer nicht aufhört, seine Zahlungsmedien, sei es ein Geldschein, oder eine Kreditkarte, zu hüten und gut darauf aufzupassen, wird in beiden Fällen unbeschadet bleiben. Sicherlich werden die Betrüger im gleichen Maße findiger, wie auch die Finanzwelt digitaler wird, aber wer tagtäglich unmengen seiner Daten an Firmen und soziale Medien weitergibt und beim Bestellvorgang im Internet die Hosen gänzlich herunter lässt, braucht sich über bargeldloses Bezahlen keine großen Sorgen machen. 

Auf lange Sicht, wird man um das bargeldlose Bezahlen nicht herum kommen... Also: Egal womit man bezahlt, uffbasse!