1995-2020 - 25 JAHRE SKULPTURENPARK HEIDDELBERG

25 Jahre Kunst im öffentlichen Raum: Verein der Freunde und Förderer des Skulpturenparks Heidelberg e.V. präsentiert außergewöhnliche Skulpturensammlung

(thh) Wer schon einmal als Patient oder Besucher in der Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg war, wird sich vielleicht über die große Ansammlung spektakulärer Kunstwerke gewundert haben, die hier, auf der gesamten Anlage verstreut, zu finden sind. In der Tat befindet sich hier eine der herausragendsten Skulpturensammlungen Deutschlands mit Werken namhafter internationaler Künstler.
Die Dauerausstellung mit bedeutenden Werken aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und der Gegenwartskunst sowie die jährlichen Sonderausstellungen und die Initiative „Junge Kunst – Junge Künstler”, haben den Skulpturenpark Heidelberg überregional und zum Teil in Europa bekannt gemacht.
Ein Drittel der Künstlerinnen und Künstler der Jahresausstellungen und eine ganze Reihe der Bildhauerinnen und Bildhauer der Dauerausstellung stammen aus dem europäischen Ausland.

Neben der kunstinteressierten Öffentlichkeit sind viele Künstler sowie Kunstvereine und Galerien Mitglieder des Vereins, der dies ermöglicht hat- seit 25 Jahren! Die Skulpturen geben der Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg eine ganz besondere Atmosphäre. Im Garten und im Landschaftspark sind sie – auch bei Ausstellungseröffnungen, Führungen und Finissagen – ein Anziehungspunkt für Patienten und deren Besucher, für die Bürgerschaft sowie für schulische und universitäre Gruppen.

Die Geschichte des Skulpturenparks ist maßgeblich mit zwei bedeutenden Gründungsvätern verwoben: Der Skulpturenpark wurde 1995 durch Prof. Horst Cotta (links) gegründet. Er ist somit der ursprüngliche „Gründungsvater” des Skulpturenparks. Cotta war nahezu 30 Jahre lang der Ärztliche Direktor der Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg und hat sie bis zu seiner Emeritierung 1996 entscheidend geprägt. Er wurde 2010 zum Ehrenmitglied des Skulpturenparks gewählt. Im Jahr 2011 verstarb er.

Cotta war mit dem Bildhauer Bernhard Heiliger (rechts) befreundet und bewog diesen 1995, dem Skulpturenpark Heidelberg als erstes Exponat die in Stahl ausgeführte Arbeit „Solarica Y” aus dem Jahr 1993 als Dauerleihgabe zu geben. Sie wurde gewissermaßen zum „Schlüsselexponat”. Zum 100. Geburtstag und zum 20. Todestag von Bernhard Heiliger gedachte der Skulpturenpark Heidelberg 2015 dieses Künstlers im Rahmen einer Gedenkveranstaltung und Podiumsdiskussion sowie durch Herausgabe einer Monographie.

In den 25 Jahren von 1995 bis 2020 wurde der Skulpturenpark Heidelberg zum bedeutendsten Ort der Kunst im öffentlichen Raum der Europäischen Metropolregion Rhein-Neckar. Im Jubiläumsjahr 2020 ist eine Installation von Meuser auf dem Gelände der Orthopädischen Klinik zu sehen.

Inzwischen gehören über 200 Mitglieder dem Förderverein an. Seine Organe sind neben der Mitgliederversammlung ein dreiköpfiger Vorstand sowie ein aus fünf Mitgliedern bestehender Beirat.

Die Ehrenmitglieder des Skulpturenparks sind Prof. Horst Cotta und Prof. Dr. Peter Anselm Riedl (bereits verstorbenen) sowie Dr. Ulrike Lorenz, ehemalige Direktorin der Kunsthalle Mannheim und jetzt Präsidentin der Klassik Stiftung Weimar. Schirmherr ist Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner.

Aufgaben und Ziele des Vereins der Freunde und Förderer des Skulpturenparks Heidelberg e.V.: Der aktive Verein arbeitet engagiert im Sinne der Kunst und hat sich zahlreiche Vereinszwecke auf die Fahne geschrieben: Dazu gehört in erster Linie die Erhaltung, Pflege und der Ausbau der Dauerausstellung im Garten und Landschaftspark der Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg. Sie umfasst etwa 30 große Freilandskulpturen aus Stein, Bronze, Stahl, Aluminium, Holz, Kunststoff und Beton. Die Skulpturen wurden in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und im 21. Jahrhundert von bedeutenden zeitgenössischen deutschen und internationalen Bildhauerinnen und Bildhauern geschaffen. Hinzu kommen Zeichnungen, Originalgrafiken und Fotografien namhafter Künstlerinnen und Künstler.

Außerdem ergänzt eine jährliche Sonderausstellung mit fünf bis fünfzehn großen Freilandplastiken, die jeweils einer Künstlerin beziehungsweise einem Künstler gewidmet sind die Dauerausstellung. Dazu gehören reich bebilderte Kataloge, Vernissagen, Künstlergespräche und Finissagen. Zu jeder Sonderausstellung wird eine Ausstellungsedition, die den Mitgliedern zu attraktiven Vorzugspreisen angeboten wird herausgegeben.

Große Bedeutung für den Verein hat auch die Initiative „Junge Kunst – Junge Künstler”, die erstmals 2015 als Wettbewerb und Ausstellung durchgeführt wurde. Sie besteht aus einem Wettbewerb und einer Ausstellung der Preisträger, die die mit 10.000 Euro dotierten Fuchs-Preise des Skulpturenparks erhalten. Diese Aktivität erfolgt alle drei Jahre und wird das nächste Mal 2021 organisiert.

Auch Führungen für Besucher der Dauer- und Sonderausstellungen, für Familien, Schulklassen und universitäre Gruppe stehen regelmäßig auf dem Programm und werden häufig in Anspruch genommen. Hierzu gehört auch ein jährlicher Ferien-Workshop für Kinder.

Durch die enge Zusammenarbeit mit einer Reihe von Museen, Kunstvereinen und Galerien im Bereich der Bildhauerei wird die Kunst der großen Exponate auch einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht und ermöglicht Zugriffe auf Ausstellunsgobjekte und das Knüpfen von Kontakten zu Künstlern in aller Welt.

Sonderausstellungen Junge Kunst / Junge Künstler
Die Durchführung dieser regelmäßig stattfindenden Sonderausstellungen ist nur durch Spenden von Mitgliedern, Förderinnen und Förderern möglich. Das bedeutet für den Skulpturenpark Heidelberg jeweils eine erhebliche finanzielle Anstrengung, ist aber neben der Dauerausstellung auch das eigentliche „Kerngeschäft” des Vereins.

Die Kosten sind in den vergangenen zehn Jahren kontinuierlich gestiegen. Sie liegen heute meist bei 40.000 bis 55.000 Euro pro Ausstellung.

Zu diesen Sonderausstellungen wurde jeweils ein reich bebilderter Katalog herausgegeben, der den Mitgliedern sowie allen Interessenten zu einem besonders günstigen Preis angeboten wird.
Auch den Plakaten kommt für die jährlichen Sonderausstellungen besondere Bedeutung zu. Sie werden jeweils an zahlreichen Stellen in Heidelberg und Mannheim platziert und laden zu den Eröffnungen sowie zum kostenlosen Besuch der Ausstellungen ein.

Höhepunkt des jährlichen Ausstellungsbetriebs sind die Eröffnungen der Sonderausstellungen, zu denen die jeweilige Künstlerin beziehungsweise der Künstler anwesend ist und eine Kunsthistorikerin beziehungsweise ein Kunsthistoriker zum Werk spricht und eine Einführung in die Ausstellung gibt. Im Jahr 2015 hat der Skulpturenpark erstmals die Initiative „Junge Kunst – Junge Künstler” gestartet und beschlossen, diesen Wettbewerb und die entsprechende Ausstellung alle drei Jahre zu wiederholen. Das erfolgte 2018 und steht 2021 erneut bevor.

Die ausstellenden Künstlerinnen und Künstler erhalten einen namhaften Material- und Transportkosten-Beitrag, einen Katalog, öffentliche Bekanntmachung durch Anzeigen, Plakate und Pressearbeit sowie weitere Unterstützungsleistungen.
„Junge Kunst – Junge Künstler” hat überregionale Beachtung gefunden und fördert erfolgreiche Nachwuchskünstlerinnen und Nachwuchskünstler.